Tagung der Rechnungshöfe zu „Arbeitswelt 4.0“ und Künstlicher Intelligenz: Neues Denken für die externe Finanzkontrolle

Am 09. und 10.02.2026 kamen die Rechnungshöfe des Bundes und der Länder im Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen (LRH NRW) zusammen, um sich zu den Themen „Arbeitswelt 4.0“ und Künstliche Intelligenz (KI) auszutauschen. Das Besondere: Die als Forum konzipierte Tagung richtete sich sowohl an die Präsidentinnen und Präsidenten als auch an die Fachexpertinnen und -experten der Rechnungshöfe – ideale Voraussetzungen für eine integrierte Betrachtung strategischer und operativer Aspekte.

Zu Beginn der Veranstaltung bekamen die Teilnehmenden Gelegenheit, das neue Dienstgebäude des LRH NRW kennenzulernen und sich über die praktische Umsetzung der „Arbeitswelt 4.0“ zu informieren. Im Anschluss rückte dann der persönliche Austausch zum Thema KI in den Mittelpunkt. In Erfahrungsberichten und moderierten Diskussionen wurden konkrete Anwendungsfälle, aber auch Voraussetzungen für einen produktiven KI-Einsatz in den Rechnungshöfen in den Blick genommen.

In einem Vortragsteil berichteten der Bundesrechnungshof sowie die Rechnungshöfe aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen von ihrer bisherigen Arbeit mit KI. Die Rechnungshöfe aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen stellten darüber hinaus die bisherigen Ergebnisse eines gemeinsamen KI-Projekts vor. Eine Poster-Ausstellung mit kreativen Beiträgen aus verschiedenen Rechnungshöfen rundete das Programm ab.

Was an beiden Veranstaltungstagen immer wieder deutlich wurde: KI bereichert die Arbeit der Rechnungshöfe in vielerlei Hinsicht und ist nicht nur im Prüfbereich ein wichtiger Impulsgeber. „Der digitale Wandel sollte uns dazu motivieren, unsere Arbeit auf allen Ebenen neu zu denken“, sagte die Präsidentin des LRH NRW, Frau Prof. Dr. Brigitte Mandt. „Unsere Tagung hat eindrucksvoll gezeigt, dass es hier bereits viele spannende Ansätze gibt“, resümierte die Präsidentin.